Vortragsthemen

Die Gemeinwohl-Ökonomie, ein „Wirtschaftsmodell mit Zukunft“, lässt die Extreme Kapitalismus und Sozialismus hinter sich. Als ethische Marktwirtschaft beruht sie vorwiegend auf privaten Unternehmen, doch diese streben nicht in Konkurrenz zueinander nach Finanzgewinn, sondern sie kooperieren mit dem Ziel des größtmöglichen Gemeinwohls. Sieben Jahre nach der Gründung wird die Bewegung von mehr als 2300 Unternehmen und immer mehr Gemeinden, Hochschulen und Privatpersonen unterstützt.

Christian Felber stellt in seinem Vortrag die Vision von „Geld als öffentlichem Gut“ vor: Geld soll als Mittel dem Gemeinwohl dienen, und die Spielregeln für das Geldsystem sollen demokratisch gebildet werden. Die Reformvorschläge reichen von der Demokratisierung der Zentralbanken bis zur Gemeinwohl-Orientierung von Geschäftsbanken, von der ethischen Kreditprüfung bis zur regionalen Gemeinwohl-Börse und von der Beendigung des Steuerwettbewerbs bis zu einer kooperativen Weltwährungsordnung („Bretton Woods II“).

Formal leben wir in Demokratien, faktisch in Post-Demokratien oder Plutokratien. Souveräne Demokratie stellt die Machtbalance zwischen der höchsten Instanz und ihrer Vertretung wieder her. Anstatt nur alle vier oder fünf Jahre zu wählen, erhält (der Bürger) „Souveränsrechte“, mit denen er das demokratische Gemeinwesen nach seinen Werten und Prioritäten mitgestalten kann. Souveräne Demokratie nimmt die Menschen in die Verantwortung und gibt ihnen gleichzeitig mehr Freiheit.

Es gibt eine Alternative zu den zwei Extremsituationen Freihandel (je offener, desto besser) und Protektionismus (je geschlossener, desto besser). „Ethischen Welthandels“ betrachtet Handel konsequent als Mittel zur Umsetzung der Menschenrechte und Arbeitsrechte, zur Förderung des sozialen Zusammenhalts und Verteilungsgerechtigkeit sowie eines effizienten Umwelt- und Klimaschutzes. Er entzaubert die „Freihandelsreligion“ und stellt eine überzeugende Alternative zu WTO & Co vor.

Retten Europas Regierungen den Euro zu Tode? Die Konstruktionsfehler der EU werden durch die Euro-Krise deutlich sichtbar. Christian Felber setzt sich für die Tilgung der Staatsschulden über EU-weite Finanztransaktions-, Vermögens- und Gewinnsteuern ein. Eine Strategie, die endlich die Verursacher und Profiteure der Krise in die Pflicht nehmen und ihnen letztlich sogar nützen würde. Aber er geht auch der Frage nach, ob die Einheitswährung überhaupt von Vorteil ist beziehungsweise welche Alternativen es gibt. Und er fordert, dass die fatalen Konstruktionsfehler der Europäischen Union – Standortkonkurrenz, freier Kapitalverkehr ohne Sozialstaat, Demokratiedefizit – ins Zentrum der Debatte gerückt werden.

Christian Felber spricht sehr persönlich über den größeren Hintergrund seiner politischen Arbeit. Er praktiziert konsequenten Gehorsam nach innen: aus der einen, großen Quelle fließen die Ideen und Werte für eine Gemeinwohl-Ökonomie und andere Alternativen. Mit diesem Format möche der naturverbundene Tänzer Menschen ermutigen, auf ihr eigenes Herz zu hören – und so ein Stückchen mehr sich selbst sowie Sinn und Orientierung im Leben zu finden. Und damit auch den Mut und die Freiheit zum Mitgestalten lebenswerter Alternativen in Wirtschaft und Politik.

Die Banken der Zukunft / Für eine ethische Bankenlandschaft

Klimawandel – Ökologie/Nachhaltigkeit/Klimagerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung

Globalisierung – wer gewinnt, wer verliert? / Aktuelle Entwicklungen und Alternativen

Steuergerechtigkeit / Alternativen zum Standortwettbewerb

Pensionen / Zwischen privater Vorsorge und Generationenvertrag

Auf Wunsch werden auch andere Themen aus dem Großraum „Wirtschaft – Globalisierung – Gesellschaft – Umwelt“ behandelt oder spezielle Schwerpunkte gesetzt.